27
Sep
2013

weiter im Text 43

ein langsames frühes kühles Aufstehen beim Yoga rauscht der Tag heran und faltet sich auf wie auf die Schnelllauftaste gedrückt da ist er auf der Autobahn der ewigen der endlose Schwarm
jetzt fahren die Nachbarn zum Bundesschießen es ist sommerliches Wetter draußen ein laues Lüftchen bis in den späten Abend hinein zu Klaus Schulzes Timewind ist der Marktplatz in Ahrweiler voller Menschen die draußen sitzen mit Bier und Eis und Essen
diese Art des Schreibens ist der Klebstoff der meinen zergliederten Tag den auseinanderbrechenden zusammenhält zusammenpappt

23
Sep
2013

weiter im Text 42

wir sitzen in einem Chinarestaurant in dem wir schon oft waren gegenüber am Tisch sitzen zwei alte Damen die eine macht zwischendurch immer für lange Zeit die Augen zu sie ist erschöpft und müde später versucht die Kellnerin mir die Ma Jong Regeln zu erklären es erinnert mich ein wenig an Rommy man muß Serien oder Reihen sammeln und gegnerische Mauern zum Einsturz bringen aber sehr viel komplexer und doppelbödiger als das deutsche Kartenspiel ich kann zum ersten Mal seit einer Woche eine große Portion essen mein nun geheilter entzündeter Zahn lässt es zu dann die Wahlen und 2 Stunden konzentriertes Zuhören ein wenig planen für die neue Woche

22
Sep
2013

weiter im Text 41

der Weg durch die Stadt kommt mir vor wie ein Gang durch die Vergangenheit mit meiner Schaumstoffmatratze unter dem Arm immer auf der Suche nach einem Wohngemeinschaftsplatz vor mir liegt noch der weite Weg nach Hause aber an den denke ich jetzt noch nicht als ich in einem Cafe aus Versehen eine an der Wand angebrachte Skulptur herunterreiße es ist ein kleiner weißer Engel nun soll ich 70 € bezahlen was ich dann auch ohne Murren mache später dann als es schon dunkel wird und grau gehe ich die Weinberge hoch dann merke ich das ich meine Jacke im Cafe vergessen habe mit Schlüsseln und so und gehe zurück in das volle Cafe ich muss mich zwischen den Gästen durchdrängeln um an die Gaderobe zu kommen ich spreche mit allen was mir passiert ist dann habe ich meine Jacke ob ich auch noch meine Matte hole die in irgendeinem Schuppen steht

21
Sep
2013

weiter im Text 40

die Nachbarn vertreiben eine Ente die in ihrem Swimmingpool gelandet ist die Häuser der Nachbarschaft werden neu sortiert und so nebeneinander gestellt das es besser passt ich sortiere alte rote Dachziegel dann sortiere ich meine Lebensweisheiten Gesundheit bekommst du geschenkt manchmal nur wenn du glücklich bist und Depressionen kommen immer durch die Hintertüre eine Bundestagswahl ein stiller trockener Samstagmorgen

20
Sep
2013

weiter im Text 39

es geht weiter was war denn in den letzten 2 Monaten ich habe hauptsächlich gelesen und konnte nicht schreiben jetzt lasse ich mich wieder durch die Zeit treiben


warum habe ich das kleine Rad ohne Licht genommen ich wusste doch das ich in den Abend hineinfahren werde auch weiß ich garnicht genau die Strecke um zu meinen Freunden zu kommen fahre einfach im Vertrauen durch einsame schwarz weiße Gegenden an Bahndämmen an Müllhalden der 60er Jahre vorbei durch Dörfer die ich wiedererkenneauf Feldwegen die hart und ausgetrocknet sind weit weg jetzt die grellen Lichter der Schaufenster und entgegenkommender Autos

29
Jul
2013

weiter im Text 38

der Zahnarzt liegt ermattet auf einer Liege kurz vor seinem Urlaub soll er mir etwas an einem Zahn reparieren aber er hat keine Kraft mehr auch die Betäubung die er mir gespritzt hat wirkt nicht später in der Gaststätte ist es zu voll ich muss mich drängeln um meinen Teller und mein Glas zurückgeben zu können dabei vergesse ich zu bezahlen die Heimfahrt geht über leere Strassen der Himmel leuchtet noch kurz vor dem Sonnenuntergang die Felder liegen in den Farben grün und gelb ausgebreitet in den Abend hinein

14
Jul
2013

weiter im Text 37

wie will ich weiter schreiben die Mutter bleibt bei jedem Auto stehen und fragt wie man diese Farbe nennt und dann das Rätselraten welche Stadt das Kennzeichen verrät ein sanfter behutsamer Spaziergang auf dem Weg in die Stadt durch die hohen Alleen am öffentlichen Bücherschrank vorbei und etwas reingestellt es ist 8 Uhr und der Bäcker hat verschlafen und der Laden ist noch zu in der Nacht die Ängste ohne Inhalt die irgendetwas vom Tag reflektieren und dann die Wärme suchen und sie vergessen sie nicht ernst nehmen wir wohnen in einem stillen Tal nur ein Vogel ist zu hören und die tickende Uhr

7
Jul
2013

weiter im Text 36

3 Wochen konnte ich nicht schreiben
was war da anders gewesen
gewandert sind wir von Manderscheid aus
auf schmalen Pfaden hintereinander
erst durch das Tal der Lieser
dann durch das Tal der Salm
bis wir ankamen im Kloster Himmerod
dort konnten wir bleiben den Abend und die Nacht
die langen Gänge
das Refraktorium
die Atmosphäre beim Abendessen
die Meditation am nächsten Morgen
ein Platz wo ich bleiben könnte
dann geht die Wanderung weiter
durch ganz andere Landschaften wie am Tag zuvor
vorbei an dunklen Mühlen
an kleinen Wasserfällen finden wir den Weg
ab dem Nachmittag kommt die Hitze
da sind wir fast angekommen
es ist dann eine lange Fahrt nach Hause
ich bin verwandelt
ich habe etwas bekommen
wohin geht meine Reise jetzt
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