23
Dez
2013

weiter im Text 51

Samten liegt das Mondlicht im Hof auf allem zuerst halte ich es für Schnee der sich wie ein Vorhang überall drüber gelegt hat Tom Sawyer als Neuverfilmung in einer idyllischen Kinderbuchwelt wo alles gut ausgeht der Böse war aber auch irgendwie ein Opfer gewesen in seinem ganzen Leben dazu wird nichts gesagt die Ausgrenzung des Halbblut den Docht der gelben wild flackernden Kerze gekürzt den schmerzenden Arm beobachte ich das Kündigungsschreiben für mein Abo geschrieben den letzten Abschnitt bezahlt kein Dartspiel am Abend enttäuschter B letzter Arbeitstag von B in unserer Firma Kuchenessen im Aufenthaltsraum wer setzt sich neben mich ein Leuchten des Himmels am Morgen als wenn das Ahrtal brennen würde wie Feuerglut ein böser Wind kommt dazu

8
Dez
2013

weiter im Text 50

in dem hell erleuchteten Raum kommen wir an und am Eingang und der Theke einiges Gedränge wer will raus wer zur anderen Seite am Buffet entlang sitzen an runden zusammengeschobenen Tischen dazwischen durchgezwängt und geschoben der Mann der einen ruhigen Platz für sein Mittagessen sucht die Frau die mit Köln telefoniert und dann zum Fensterplatz wechselt als ihr Freund kommt erzählen von den Parteifreunden und gelaufenen Sitzungen der junge Mann im gestreiften Hemd der auf sein Gegenüber einredet und gestikuliert kommt bestimmt vom Parteitag von dem Interview erzählen von China und den Felsinseln im weiten Meer eigentlich geht es um Rohstoffe da sind wir uns einig die Freundinnen am Nebentisch die ihre Kuchenstücke erst tauschen und dann doch alles gemeinsam essen in engen Wollhosen erinnert sie mich an A warum konnte das nichts geben ein großer Milchkaffe und ein Stück Kokostorte am großen Tisch haben sich auch 2 getroffen und sprechen über Indien und was heute noch alles gekauft werden muss keine abfälligen Blicke zur Seite jede Gruppe für sich und das Trinkgeld in eine extra Schale die Treppe nach oben geh am besten in ein volles Cafe da gibt es vieles zu sehen und zu fühlen

26
Nov
2013

weiter im Text 49

gegen Abend winterlicher werdender kalter dunkler jähe Wolken ziehender Tag ein arbeitsreicher nach allen Seiten checkender absprechender heiratender Frau G. und B. treffender mit U. 80 Briefe eintütender zwischen Japanern und einem Liebespärchen das nicht zueinander findet sitzender und essender Tag vom Kater empfangender und Telefonanrufen aufgelaufenen ungewöhnlich für einen Monat für einen Montag viel fahrender nicht gehender Tag der Freund aus München vorwurfsvoll weil nicht da später abklärender Tag ins Bett sitzender sinkender Tag in die Nacht hinein

16
Nov
2013

weiter im Text 48

auf dem Weg nach Hause über die dreckverschlammten Wege kreuz und quer faltet sich plötzlich die Vergangenheit auf mit ihrem vermeintlichem Frieden und mit ihrer Ruhe der maschinenfernen Zeiten und alles ist klar und still und wächst in die Gegenwart der Himmel zeigt sich matt blau mit kleinen grauen Wolkenbänken am Wegrand sich versteckt haltende kleine Vögel flattern auf die Äcker mit den ersten zarten Keimen der Wintersaat die Luft ist trocken und kalt und diese Woche ist vollbracht und die Gedanken und Leiden des gestrigen Tages die Bedrückung alles ist verschwunden und hat sich heute in Aufmerksamkeit und Energie verwandelt

24
Okt
2013

weiter im Text 47

tief beeindruckt die Wanderung nach Reifferscheid der Beginn im leichten Regen lieber nach kurzer Zeit umkehren als zu warten bis er aufhört gegen den Wind den Regen den Matsch nach Kalenborn im Wildschweingebiet hört der Regen langsam auf die Aussicht über das Ahrtal ein langsames Hellerwerden ein 10Minutenfrühstück ein nasser Kragen den falschen Weg gewählt ein Schiefersteinweg ins falsche Tal er führt ins Nirgendwo dann den Anschluss wieder gefunden durch das verletzliche Tal die Bäume die über die Erde kriechen mit Luftwurzeln alles ist erfüllt mit goldenen Buchenblättern den ganzen Weg wehen sie mir ins Gesicht jetzt ein warmer Wind langsam trocknet alles verfallene Fachwerkhäuser wieder erkannt von früher ein großer Pott Kaffee der mir gut tut die kleine Gaststube die 3 Landkreise die 2 Bundesländer stoßen zusammen ein Weinbergaprikosenkuchen nur noch diese Woche mittags offen dann ist die Saison vorbei hauptsächlich der Stammtisch hier der Weg führt an Dümpelfeld vorbei gegen das Licht biegt die Ahr ab ein langer dunkler Tunnel das Gegenstück zum Sonnenstrahl kurz sitzen und lesen und in eine andere Welt eintauchen nicht entscheiden können welches der richtige Weg ist der über den Berg oder der durch das Tal in Winnerath wieder den Anschluss gefunden auf dem Weg durch die Heide der Karl Kaufmannweg das aufgeräumte Dorf das erstarrte Dorf über das freie Feld fällt mir der Wind entgegen und verlässt mich nicht mehr bis ich in die Strasse einbiege an deren Ende das Haus meiner Freunde liegt

13
Okt
2013

weiter im Text 46

aus dem Schutt des Kriechkellers unter unserem Haus hole ich 2 halbtote kleine Kätzchen verstaubt und apatisch doch nachdem ich sie etwas versorgt habe sind sie wieder recht lebendig die Rote und die Graue unsere alte Katze unser alter Hund knurren am Anfang aber nur kurz am selben Tag finden wir noch jemand der sie nimmt später als ich Hemden aus dem Schrank nehmen möchte entdecke ich das alle Fächer voller abgebröckeltem Putz sind die Wand hinter dem Schrank löst sich auf in feines weißes Puder ich schiebe den Schrank zur Seite um mir die Bescherung anzusehen am Abend bei der Feier sitzen alle in Gruppen ich traue mich diesmal von Gruppe zu Gruppe zu gehen und setze mich dazu immer wenn da jemand ist den ich mag früher empfand ich dieses Verhalten als treulos man muss sitzenbleiben mit den Menschen bei denen man am Anfang saß nun bin ich treulos und es macht Spass die Zeit vergeht im Fluge

5
Okt
2013

weiter im Text 45

alles was nass wird trocknet auch wieder
es ist wieder viel los rund um das Haus als ich vor das Tor trete wollen sich grade Leute mit Anhänger und Bude für den Tag der offenen Höfe aufbauen diesen Platz hätten sie zugewiesen bekommen ich bin total sauer und schiebe schnell mein rotes Sofa nach draußen um den Platz zu beschlagnahmen später sitzen wir mit dem Mann und der Frau auf dem Sofa und ich schäme mich weil ich so wütend und afbrausend war die Frau fragt mich was ich als Speckraucharoma nehme da ich doch Vegetarierer sei
Starkregen ist angesagt alle kriegen Holz für den Winter heute in der Kneipe sitzen ohne Dart zu spielen harte Reibekuchen der Kater kommt sehr nass wieder rein und leckt sich trocken ein Machtkampf in den USA arbeiten ohne zu denken dasein ohne zu denken geht das

29
Sep
2013

weiter im Text 44

heute morgen wispert der Wind in der Pergola es ist aber ein laues freundliches Wispern erst zu hören als ich das Fenster öffne später tausche ich die Bücher aus das eine für morgens das andere für abends J zeigt mir wie er mit Strohlehm seine Hauswand verputzt die Beschaffenheit des Lehms und wie hart er dann wird er ist ein freundlicher offener Mensch später schaut Rosi aus dem kleinen Fenster ganz oben es ist auch ein außergewöhnliches Haus die Bauern leben aber inzwischen lieber in modernen zurückgesetzten Häusern brauchen es wohl etwas praktischer ganz spät am Abend dann grüne Oliven und Käse ich will nicht lange schlafen vom Tag geht so viel verloren
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